Latest Entries »

Bloggen ist für mich ein heikles Thema bezüglich meiner Vergangenheit, vor allem bezüglich der Motive aus denen ich damals gebloggt habe.  Allerdings mache ich es diesmal nicht, um in einem bestimmten Licht vor anderen zu stehen, andere zu beeindrucken oder zu beeinflussen, und schon gar nicht, um es als manipulatives Instrument an mich und meine Außenwelt zu benutzen.

Ich mache es um eine Art digitales Tagebuch zu besitzen, damit ich später sagen kann, das waren meine Gedankengänge, das war ich, das bin ich, und das werde ich sein. Ich will meine Gedanken strukturiert wiedergeben können, so dass sie nicht verloren gehen, und ich vor allem ein Ventil habe, dass ich aufdrehen kann, wenn mich bestimmte Dinge und Themen gerade intensiv beschäftigen.

Aber vor allem will ich meine persönliche Entwicklung auch in der Zukunft verfolgen können, um auf etwas stolz zu sein, zu wissen dass ich alleine im Leben klar komme, dass ich mich nicht von Gesellschaft und Außenwelt isolieren will, mich aber vor allem nicht determinieren lassen will. Ich bin frei, unabhängig und ungebunden, mit einer gesunden Mischung aus Rationalität und pragmatischem und logischem Denken. Das sind die Punkte über die ich mich definiere, aus denen ich mein komplettes Selbstbewusstsein und vor allem meine heißgeliebte Handlungsfreiheit beziehe.

Nie wieder werde ich fremde Mächte und vor allem nicht Emotionen mein Leben kontrollieren lassen, und somit eine Marionette der Rahmenbedingungen werden, die in dieser Welt herrschen.

Advertisements

Meiner Meinung nach leben wir in der heutigen, modernen Zeit in einem Zeitalter der Worte, der Rhetorik und der Eloquenz. Umso besser man mit Worten umgehen kann, desto geschickter schlängelt man sich durchs Leben, desto einfacher fällt es einem sich vor Leuten zu rechtfertigen oder sich mit ihnen zu verstehen, aber auch sie auf die eigene Seite zu ziehen, sie zu manipulieren oder gar zu verletzen. Wir leben in einem Zeitalter der Politik, allerdings ist dieses vermutlich mehr Schein als Sein. Die Leute schätzen sich glücklich, dass sie so viele „Freiheiten“ haben, und in einer „volkssouveränen“ und „guten“ Welt leben. Zumindest die meisten. Dabei ist der Großteil, von dem, in dem wir heute leben, nichts weiter als Manipulation von oben. Die Leute schauen Fernsehen, gucken Werbung, definieren sich über Mode und andere Konsumgüter und lassen sich diese Motive von der breiten Masse, der „Gesellschaft“,  vorgeben, woraus resultiert, dass sich jeder einzelne Mensch sich immer mehr davon abhängig macht, was andere über ihn denken, und sich somit in seinem Handeln „von der Gesellschaft abhängig macht“. Was bringt einem Facebook, das Internet, dauerhafte Erreichbarkeit über Handys, Fernsehen, Computer spielen? Ist es wirklich, dass was wir wollen, über das wir uns frei und wohl fühlen, oder sind es nicht mehr als Produkte die uns großkapitalistische Unternehmer vor die Füße geworfen haben, um uns davon abhängig zu machen, und sie daraus finanziell profitieren können? In meinen Augen ist es nicht mehr als sinnlose Ablenkung und Abstumpfung des eigenen Geistes. 19/20 Menschen würden mir sagen, dass sie das machen, um mal abzuschalten, Spaß zu haben oder mal was anderes zu machen. Aber muss man wirklich abschalten, bzw. kann man nicht abschalten und dabei etwas produktives machen? Sich mit sich selbst beschäftigen, mal ein Buch lesen oder einfach nur im Sonnenschein auf der Terasse sitzen und einfach nur sein? Meiner Meinung nach sind es nichtsnützige Abhängigkeiten, die einem weder einen tieferen Sinn im Leben geben, noch einen in irgendeiner Form weiterentwickeln. Es ist Zeit, die man investiert, ohne überhaupt irgendeinen Nutzen jeglicher Art davonzutragen.

Das 0815-Leben der meisten Menschen, die unkritisch sind und sich treiben lassen, ist nicht mehr als ein Puppenspiel des Kapitalismus, der unsere Welt mehr und mehr zerstört. weil wenige, einelne Individuen kurzsichtig und Zukunftsunbewusst denken, mit der eigenen Gier und Gewinnmaximierung im Vordergrund.
Unternehmer A ist zu einen Großteil für die Abholzung des Regenwalds verantwortlich, weil er daraus jede Menge Geld, Profit zieht, was im Prinzip auch nichts anderes ist als eine Währungsform, die die Menschen selbst erfunden haben, und vernichtet somit Natur, Leben und Klima. In 100 Jahren wird diese Person definitiv Tod sein. Was bringt es ihr also, dass sie in ihrem Leben so viel Geld hatte? Sie wird später keinen Nutzen mehr davon ziehen, die Welt an sich jedoch auf sehr, sehr lange Zeit gemeißelt, gebrandmarkt und vergewaltigt sein.

Alles ist von Geld abhängig, weil es in den Augen der meisten Menschen das ist, womit man am meisten erreichen kann, sich den größtmöglichen Luxus gönnen kann, und die größtmögliche Macht ausüben kann. Somit ist der Mensch in seinen Grundzügen egoistisch und gierig, vor allem wenn er die Möglichkeit besitzt, die oben aufgezählten Faktoren zu erreichen. Also wirkt sich das nicht nur auf die breite Masse aus, sondern vor allem auf politische und wirtschaftliche Drahtzieher, sogar auf die Medien. Alles von dem wir denken, dass es so ist, wie es wirklich ist, resultiert aus Informationen, die von oben durchgegeben werden, allerdings nicht aus Informationen, die uns von oben verschwiegen werden. Somit wissen wir nicht mal, was von dem, was uns gesagt wird, wirklich wahr ist, und wo der Autor/der Sprecher eigensinnige Ziele und Intentionen verfolgt, und somit die breite Masse gezielt nach seinen eigenen Wünschen und Ermessen manipuliert und in eine Richtung lenkt, in der er sie haben will.

Dies alles bestärkt mich in meinem Verlangen, stets ich selbst zu bleiben, mich von deterministischen Leitmotiven die uns die Gesellschaft vorgibt zu trennen, und stets unmanipuliert und frei zu bleiben.

Wie ich mir gerade eben selbst erklärt habe, definiere ich mich vor allem über pragmatisches, logisches und realitätstreues Denken, um weder in einer illusionären Traumwelt zu versinken, noch unkontrolliert und falsch zu Handeln, mit dem Ziel und der Konsequenz, dass ich immer einen genauen Blick über die Gesamtsituation habe, und mir somit sicher sein kann, dass ich Herr über mich selbst bin, und frei und unabhängig Handeln kann. Das ist der Punkt, weswegen ich in ständigem Versuch bin, mich von gesellschaftlichen Zwängen zu distanzieren. Es ist mein Leben, nicht das der anderen, also warum soll ich mich von ihnen abhängig machen?

Nachdem ich die Alexandertechnik erfolgreich erlernt habe, ist jeder Tag ein Geschenk. Ich entwickel mich weiter, festige meine Persönlichkeit mehr und mehr und weiß endlich wer ich bin und was meine grundlegenden Charakterzüge sind. Der Alptraum, der vor ca. drei Jahren angefangen hat, nimmt endlich ein Ende und koste es was es wolle, ich werde niemals wieder in alte Muster zurückfallen, die Kontrolle über mich verlieren, depressiv werden und mich von meiner Außenwelt und Personengruppen so stark abhängig machen, dass ich zur Marionette werde und mich selbst verrate, mich für mich schämen muss und meine Fähigkeiten, meine Kompetenzen und Stärken so weit unter den Tisch kehre, dass ich mich als weitaus weniger wahrnehme als ich eigentlich wert bin.

Ich habe die Fähigkeit, alles was um mich herum ist zu analysieren. Menschenbilder, Situationen, Konflikte, Rahmenbedingungen, Zwänge, Motive und Absichten. Diese Fähigkeit erlaubt es mir, immer ein sehr realitätsnahes Bild mit mir herumzutragen, nach dem ich mich richte und handle. Daraus folgt wiederum, dass ich es sogar schaffe meine eigenen Emotionen zu kontrollieren. Sobald in meinem Kopf etwas als schlüssig und logisch erscheint, kann ich mich neutral und guten Gewissens danach richten und somit sogar Emotionen abschalten, die meiner Meinung nach als Leitmotive des Handelns einer jeden Person stehen. Mein persönliches Fazit ist also, umso stärker ich mich von Emotionen distanziere, desto freier, souveräner und unabhängiger kann ich selbst Handeln. Das würde für jeden jetzt so aussehen, als wäre ich in meinem Kopf wie eine kalte Maschine die das Leben nicht lebt, aber es ist genau umgekehrt. Ich lebe genau deswegen vor allem im jetzt, kann alles so wahrnehmen, wie es wirklich ist, und genieße jede Sekunde. Ich habe Freunde, gute Freunde, weiß dank meines rationalen Denkens was ihre Stärken und Schwächen sind, und schätze sie daher umso mehr für jede Sekunde die ich in ihrer Umgebung bin und jede Handlung die sie unternehmen. Mein Leitmotiv beim gezielten Ausschalten von Emotionen bezieht sich somit also nicht auf alle Gefühle die ich bezüglich allem habe, sondern nur um jene, die rund um die Uhr präsent sind, bzw. sein können und somit mein Wahrnehmungsvermögen trüben und mir meine heiß geliebte Handlungsfreiheit rauben